Elke Craven RohmPraxis für
Klassische HomöopathieHeilpraktikerin


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Die klassische Homöopathie beruht auf folgenden drei wesentlichen Säulen:

  1. Dem Ähnlichkeitsprinzip

  2. Der Prüfung der Arzneimittel am gesunden Menschen

  3. Der Gabe jeweils nur einen Mittels in der kleinstmöglichen Dosierung



1. Säule: Das Ähnlichkeitsprinzip

Eine Substanz, die bei einem gesunden Menschen vorübergehend einen Krankheitszustand hervorrufen kann, ist in der Lage, einen ähnlichen echten Krankheitszustand zu heilen.

Angeregt durch einen Artikel über die heilende Wirkung von China­rinde bei Malaria nahm Hahnemann das Arzneimittel China über einen bestimmten Zeitraum in kleinen Mengen regelmäßig zu sich und bekam daraufhin Symptome, wie er sie von Malaria her kannte, allerdings ohne Fieber, denn er hatte die Krankheit ja nicht. Die malaria-ähnlichen Symptome dauerten 2-3 Stunden an und erschienen jedesmal, wenn er die Einnahme wiederholte, sonst blieben sie aus.

Hahnemann schloß daraus, dass die heilende Wirkung dieser China­rinde bei Malaria auf die Symptomenähnlichkeit zurückzuführen war. Bei einem Patienten mit schwerem chronischen Brechdurchfall, kaltem Schweiß und kollapsähnlichem Zustand, der seit Jahren von den damaligen Ärzten erfolglos behandelt wurde, unternahm er den ersten erfolgreichen therapeutischen Versuch, der zur vollständigen Heilung des Mannes führte.

Daraufhin begann Hahnemann, eine ganze Reihe von wissenschaftlich dokumentierten Arzneimittelprüfungen durchzuführen.

Durch diese Prüfungen und die Anwendung der jeweiligen Arzneien beim Kranken wurde ihm schließlich klar, dass ein sinnvoller therapeutischer Weg nicht darin bestehen kann, Krankheitssymptome durch gegensätzliche Maßnahmen zu unterdrücken, wie es häufig in der Schulmedizin praktiziert wird.

Hier gibt man beruhigende Arzneien bei Schlafstörungen, fiebersenkende Mittel bei infektiösen Krankheiten, Cortison bei Hautausschlägen usw.

Hahnemann dagegen fand während seiner Arbeit immer stärker bestätigt, dass der Kranke einen therapeutischen Reiz braucht, der stark genug ist, die natürlichen Heilkräfte zu fördern. Dies gelingt, indem er das Arzneimittel erhält, das beim Gesunden ähnliche Symptome hervorruft. Nur aufgrund seiner Ähnlichkeit mit den Symptomen des Kranken kann das Mittel den erkrankten Organismus erreichen und den Heilungsprozeß anregen.

Die Ähnlichkeitsregel ist zum Fundament der Homöopathie geworden. Heute weiss man, dass Krankheitssymptome nicht die Krankheit selbst sind, sondern Re­aktionen auf Störursachen, die anzeigen, dass der Mensch als Einheit bereits im Begriff ist, selbsttätig sein Gleichgewicht wiederherzustellen.

Mit dem ähnlichen Arzneimittel wird der Organismus dabei unterstützt.

Homöopathie kann also als aktive Hilfe zur Selbsthilfe des Körpers, der Psyche und des Geistes verstanden werden.

  

Arzneimittelbilder

Als Homöopathin muss ich natürlich jedes Arzneimittel genau kennen und wissen, was es auslöst, um es dann mit den Symptomen des jeweiligen kranken Menschen zu vergleichen. Ähneln sich die beiden Symptomenbilder, wird diese eine Arznei in der Lage sein, diesem einen Patienten zu helfen.

Hahnemann hat vor ca. 200 Jahren die Ergebnisse seiner Forschung in der Allgemeinen Arznemittellehre und in seinem Organon festgehalten. Heute gibt es sehr umfangreiche Werke, die weitere Ergebnisse von Arzneimittelprüfungen als sogenannte "Arzneimittelbilder" beschreiben. Das Organon gehört allerdings in unveränderter Form  zum Standardhandwerkszeug eines jeden Klassischen Homöopathen.

 Repertorien

Nach einer Anamnese, also der Fallaufnahme, werden die wesentlichen Symptome ausgewählt und nach bestimmten Regeln geordnet.

Hierzu greife ich zu einem der Repertorien, die eine Auflistung von 10.000 bis 20.000 Symptomen mit allen derzeit bekannten Mitteln enthalten.

Zum Repertorisieren wählte ich nun aus der Gesamtheit der aufgenommenen Symptome des Kranken die charakteristischen und deutlichsten aus und ordne sie nach bestimmten Kriterien. Die Mittel, die bei den wichtigsten Symptomen vertreten sind, kommen in die engere Wahl.

Hier erkennt man, dass ein Verordnen nach Diagnosen (z. B. Erkältung, Fieber, Asthma, Heuschnupfen, Ekzem usw.) eben nicht homöopathisch ist.

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