Um
die exakten Symptome des Patienten zu erhalten, die mit den Symptomen
der einzelnen Arzneimittelbilder verglichen werden müssen,
genügt die schulmedizinische Diagnose, z.B. „Darmgeschwür“,
„Bindehautentzündung“, „Lungenentzündung“, „Schwindel“
oder „Migräne“ nicht aus. Auch veränderte Laborwerte sind
kein ausreichendes Symptom.
Zum
Krankheitsbild gehören nicht nur die Beschwerden, sondern auch
körperliche und seelische Merkmale, Größe, Gewicht,
Gesamtverfassung, Interessen, Charaktereigenschaften, Reaktionen
auf Umweltreize, Faktoren, unter denen sich ein Symptom bessert
oder verschlechtert, usw. Nur die Totalität der Symptome gibt
Hinweise auf die Bedürfnisse des Gesamtorganismus.
Das
Erfragen und Erkennen dieser Symptome ist ein langwieriger Vorgang
und erfordert mehr Zeit und Arbeit als eine schulmedizinische Anamnese.
Um den Heilungsverlauf genau beobachten zu können, ist es bei
manchen Erkrankungen sinnvoll, die Patienten einige Zeit zu begleiten,
um eine Heilung oder Besserung auf allen Ebenen zu erreichen. Auch
gibt es neben akut oder chronisch erkrankten Patienten immer mehr
Menschen, die die Klassische Homöopathie für sich und
ihre Familien als Begleiter in allen Lebenslagen gewählt haben.
Siehe
auch Behandlungstermine

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Dosierung und
Potenzwahl
Da
ein Patient auf ein ihm ähnliches Arzneimittel empfindlich
reagieren kann, soll die kleinstmögliche Menge gegeben werden.
1
- 3 Kügelchen oder Tropfen reichen meist aus.
Das
Medikament darf zunächst nur einmal gegeben werden und danach
wird abgewartet. Je nach Verlauf und Schwere des Krankheitsprozesses
bzw. Konstitution des Kranken wird das Mittel wiederholt.
Da
Hahnemann bei seinen Arzneimittelversuchen auch mit Giftstoffen
arbeitete, begann er, die Mittel zu verdünnen. Dabei zeigte
es sich, dass vor allem die hochverdünnten Substanzen in ihrer
Anwendung am Kranken eine überzeugende Wirkung entfalteten.
Diese Wirkung verstärkte sich um ein Vielfaches, wenn er nicht
nur verdünnte, sondern die Verdünnung auch noch mit
heftigen Schüttelschlägen verband. Er nannte diese Verbindung
aus Verdünnung und Verschüttelung Potenzierung.
Heute
geht man davon aus, dass durch den Potenzierungsprozess die Arzneikraft
vom materiellen in einen energetischen Zustand überführt
wird und dass dadurch normalerweise wirkungslose Substanzen zu hochwirksamen
Arzneien werden.
Je
nach Potenzhöhe haben die Mittel eine Wirkdauer von einigen
Wochen bis Monaten.

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